Gartenteich.
Ein Gartenteich ist der Traum vieler Hausbesitzer. Das ist kein Wunder, denn so ein kleines Gewässer bringt im wahrsten Sinne des Wortes Leben hinter’s Haus. Viele verschiedene Pflanzen und Tiere lieben und brauchen das Wasser und Sie als stolzer Besitzer können sich regelmäßig über das kleine Wunder der Natur freuen. Und der Bau eines Gartenteichs ist nicht so schwer, wie Sie vielleicht denken.
Zur Anlage Ihres Teichs brauchen Sie zunächst eine gute Planung und eine möglichst maßstabsgerechte Grundrissskizze Ihres Gartens. Immerhin werden Sie einige Tonnen Erdreich bewegen müssen, da ist eine Fehlplanung nicht nur teuer, sondern auch sehr mühsam. Grundsätzlich gilt: Je größer der Teich, desto natürlicher wirkt er und desto stabiler ist er in seinem biologischen Gleichgewicht. Eine Mindestgröße ist allerdings nur schwerlich zu empfehlen. Wichtig: Planen Sie Ihren Teich immer so, dass er von allen Seiten zur Reinigung zugänglich bleibt. Natürlich sollte er auch von Ihrer Terrasse oder der Lieblings-Sitzecke im Garten aus gut zu sehen sein.
Die Lage des Teichs innerhalb des Gartens hat auch Einfluss auf seine florale Entfaltung und Lebensdauer. Ein Teich braucht sechs Stunden Sonne am Tag, er sollte also nicht komplett im Schatten liegen. Achten Sie ferner darauf, dass nicht zu viele Nadeln von Tannen, Fichten oder Kiefern im Teich landen, denn deren Zersetzung auf dem Teichgrund führt zu einer für Pflanzen und Tiere schädlichen Säurebildung. Auch Laubbäume sollten nicht näher als vier Meter am Teichrand stehen: Das im Herbst einmal abgesunkene Laub ist nämlich nur sehr aufwändig wieder vom Grund zu entfernen.
Ein gut geplanter Teich besteht immer aus mehreren Teichzonen. Die so genannte Tiefwasserzone, mit mindestens 80 cm Wassertiefe, sollte etwa 1/3 der Teichfläche ausmachen, in ihr gedeihen die Unterwasser- und Schwimmblattpflanzen wie die beliebte Seerose oder das Laichkraut. Diese Mindesttiefe ist sehr wichtig, damit eventuell eingesetzte Fische das winterliche Zufrieren des Teichs ohne Frostschaden überleben können. Am Ufer entlang liegt die Flachwasserzone, die mit 10-20 cm Tiefe etwa 2/3 der Teichfläche ausmacht und den flach und breit wachsenden Wasserpflanzen einen idealen Lebensraum bietet. Das gilt übrigens auch für die Fische, die ihren Laich bevorzugt in diesen flachen Gewässern ablegen. Am Übergang von Wasser zu Erdreich liegt dann eine immerfeuchte Sumpfzone, in deren Gefilden sich gerade die bunt blühende Flora wie etwa die Sumpfdotterblume zuhause fühlt.
Im Idealfall ist dieser Übergang mit Pflanzen und Kieseln oder Steinfolie so gestaltet, dass von der meist schwarzen Teichfolie oder dem Kunststoff nichts mehr zu sehen ist. Achten Sie aber darauf, dass Sie durch die Steine keine Stolperfallen schaffen, gerade wenn kleine Kinder zum Haushalt gehören. Apropos Kinder: Haben Ihre Kleinkinder ungehinderten Zugang zum Garten, sollten Sie den Teichbau so lange verschieben, bis sie alt genug sind. Denn Sie als Grundbesitzer haben immer eine Verkehrssicherungspflicht und sind für alle Unfälle haftbar.
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