Innentüren einbauen
- Türmaße
- Innenaufbau der Türen
- Türzargen aus Holz und Stahl
- Türanschläge
- Maß nehmen
- Oberflächen
- Türzarge zusammenbauen
- Türzarge einbauen (1)
- Türzarge einbauen (2)
- Einkaufsliste
Türmaße
Die
übliche Breite von Wohnraum-Türen beträgt 860 Millimeter. Wo wenig Platz
vorhanden ist, z.B. bei Bädern oder im Gäste-WC, baut man in der Regel Türen mit
735 Millimetern Breite ein. Für Kammern oder selten genutzte Abstellräume
reichen Türbreiten von 610 Millimetern. Für extrem breite Durchgänge gibt es
auch Türen mit einem Standard von 985 Millimetern Breite.
Fachbegriffe, die Sie kennen sollten
Zimmertüren sind Bauelemente, die industriell in sehr guter handwerklicher Qualität hergestellt werden. Neben den Standardmaßen (Tabelle oben) sind auch Sonderabmessungen lieferbar. Unsere Mitarbeiter helfen Ihnen gern bei Ihrer Bestellung weiter.
Innenaufbau der Türen
Die Frage nach dem Innenleben der Tür - der sogenannten Einlage - stellt sich spätestens nach der getroffenen Entscheidung für eine Oberfläche. Die mechanischen Anforderungen an eine Tür sind unterschiedlich. Damit Sie auch bei der Wahl der Einlage die richtige Entscheidung treffen, stellen wir Ihnen die einzelnen Einlagen vor.
Wabe
Einlage aus engdimensionierter Pappe
Normale mechanische Beanspruchung
Röhrenspanstreifen
Durchgehende Streifen aus Röhrenspan.
Normale mechanische Beanspruchung.
Röhrenspankern
Einlage aus durchgehendem Spankern.
Mittlere mechanische Beanspruchung.
Massivholz
Einlage aus massivem Holz.
Mittlere mechanische Beanspruchung.
Massivholz/Holzwerkstoff
Massivholz/MDF mit Hafa-Auflage und Deckfurnier/Weißlack.
Erhöhte mech. Beanspruchung.
Vollspan Wohnungseingangstür
Spezialvollspanmittellage.
Hohe mechanische Beanspruchung.
Türzargen aus Holz und Stahl
Holzzarge
(Schnitt): Die Bekleidungen umfassen das Türfutter von beiden Seiten.
Sie werden direkt an den Putz gedrückt, nachdem der Montageschaum getrocknet
ist. Türzargen aus Holz sind relativ leicht einzubauen.
Stahlzarge
(Schnitt): Sie wird in einem Stück gebaut. Setzen Sie zuerst den
Metallrahmen in die Laibung und füllen danach den Zwischenraum mit Mörtel und
putzen Sie den Metallrahmen aus.
Üblicherweise
haben Zargen eine verstellbare Zargenbekleidung. Diese lässt sich je nach
Hersteller bis zu 17mm verschieben. Dadurch können unterschiedliche Wand-
stärken ausgeglichen werden.
Das
Türblatt soll sauber in Ihre Zarge fassen. Dann sorgt eine umlaufende
Gummidichtung – hier in der Stahlzarge – dauerhaft für Schutz gegen Schall,
Zugluft und Staub.
Türanschläge
Klassische und moderne Türbänder
Klassisches
Türband
Mit Einbohrscharnieren versehene Türen können Sie problemlos durch das Ein- oder
Ausdrehen des Scharniers ausrichten.
Verdecktes
Türband
Ein modernes Türband erleichtert Ihnen die Montage: Es lässt sich in alle drei
Richtungen verstellen.
Tueranschläge
Die Anschlagseite einer Tür ist die Seite, an der die Bänder befestigt sind. Stellt man sich auf die Seite des Türblattes, auf der die Bänder zu sehen sind, und befinden sich die Bänder an der linken Kante der Tür, handelt es sich um eine links angeschlagene Tür. Befinden sie sich rechts, handelt es sich um eine rechts angeschlagene Tür. Wenn Sie ein Türelement kaufen bzw. bestellen wollen, müssen Sie – neben Maßen, Material und Stil – vor allem auf eines achten: auf die Anschlagrichtung! Das gilt für Türblatt und Zarge. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie den Anschlag richtig definieren, bringen Sie eine Zeichnung mit in den Markt. Wir helfen Ihnen!
Türanschlag rechts
Türanschlag links
Türfalz-Arten
Innentüren
können auf zweierlei Art an die Zarge schlagen: Man unterscheidet nach
gefälzt (links) und stumpf einschlagenden Türen. Gefälzte Türen sind leichter
einzubauen.
Maß nehmen
1.
Ermitteln Sie zuerst die lichte Breite und Höhe der Türöffnung an
mindestens drei Stellen. Maßgebend ist jeweils das kleinste Maß.
2.
Messen Sie auch die Wandstärke an mehreren Stellen. Sie wird immer mit
Putz gemessen. Ergänzen Sie abgebröckelte Putzkanten beim Messen durch Leisten,
so dass Sie die richtige Maßangabe bekommen.
3.
Machen Sie sich eine einfache Skizze der Maueröffnung. Tragen Sie die
Maße darauf ein: Höhe (ab OK fertiger Boden), Breite und Tiefe der Wandöffnung.
Dazu Anschlagrichtung und Anschlagseite.
Oberflächen
In unserem Märkten finden Sie Zargen und Türblätter in großer Zahl, in unterschiedlichen Größen und mit verschiedenen Oberflächen wie Furnier, Folie oder umweltfreundlichem Lack.
Furnier: Die hochwertigen Furnierholz-Schichten werden durch eine mehrschichtige Acryllackierung veredelt.
CPL-Duralit: Türen mit Holznachbildungen und einer elektronen- strahlgehärteten Oberfläche, die dadurch besonders kratz-, abrieb- und stoßfest ist.
Dekor: Robuste, folienbeschichtete Türelemente mit feiner Maserung durch moderne fototechnische Produktionsverfahren.
Weißlack: Türen mit einer hochwertigen, UV-gehärteten Oberfläche aus Acryllack.
Tipp
Die klassische Methode, eine Innentür-Zarge zu montieren ist, sie zu verschrauben. Sie können die gut verkeilte Zarge nämlich auch mit Durchsteck-Dübeln und Schrauben fest im Mauerwerk verankern.
Türzarge zusammenbauen
Die Türzargen bekommen Sie als Bausatz, den Sie nur noch zu- sammenfügen müssen. Eine Aufgabe, die nicht besonders schwer ist.
Für die Montage der Zarge sollten Sie eine große Arbeitsplatte benutzen. Das geht einfacher als auf dem Fußboden. Legen Sie Einzelteile der Zarge seitenrichtig auf die Arbeitsplatte und prüfen Sie diese auf Vollständigkeit. Setzen Sie dann die Zarge zusammen, bis auf die verschiebbare Bekleidung.
1.
Die Zargenteile, die bereits auf einer Seite mit fest angeleimter
Bekleidung versehen sind, werden an den Ecken zusammengesetzt. Die Teile
besitzen eingelassene Gewindehülsen.
2.
Die Unterteile der Bänder – die Oberteile befinden sich am Türblatt –
werden in die vorgestanzten Löcher geschoben und mit ihrer Klemm- befestigung
per Inbusschlüssel festgesetzt.
Dichtungsprofil schützen
Wenn
Sie später einmal eine Türzarge lackieren, nehmen Sie die umlaufende Dichtung
unbedingt vor der Arbeit heraus, um sie zu schützen.
Ist
der Türrahmen lackiert, setzen Sie die Gummiprofile wieder ein. Passen sie sich
schwer ein, drücken Sie sie vorsichtig mit einem Spachtel ein.
Türzarge einbauen (1)
Eine Türzarge zu montieren ist nicht allzu schwer. Wichtig ist, dass die Seiten der Maueröffnung, auch Laibung genannt, in die die Zarge gesetzt wird, glatte Oberflächen haben. Daher werden alle losen Teile von Putz oder Mauer entfernt und ggf. Bruchkanten beigeputzt.
Das lichte Öffnungsmaß muss so groß sein, dass rund um die Zarge etwa zwei Zentimeter Platz ist. Der Raum zwischen Zarge und Wand wird benötigt, um die Zarge auszurichten, auszukeilen und auszuschäumen.
Die Zargen besitzen einen Wandstärken-Ausgleich. Dadurch können unterschiedliche Wandstärken ausgeglichen werden. Und sie sind mit Dichtungsprofil und Schließfalle ausgerüstet. Die Montage der Türzargen erfolgt heutzutage meist mit einem geeigneten Montageschaum.
Tipp: Wenn Sie festklebenden Montageschaum z.B. von der Zarge beseitigen wollen, benutzen Sie einen Schaumentferner.
1.
Stellen Sie die zusammengebaute Türzarge in die Maueröffnung. Fixieren
Sie die Zarge anschließend oben, in der Mitte und unten vorsichtig mit Keilen.
Achten Sie darauf, die Zargenschenkel nicht zusammenzudrücken.
2.
Setzen Sie die Zarge mit Zollstock und Wasserwaage senkrecht wie
waagrecht ins Lot. Sichern Sie die Position, indem Sie Montagekeile nachsetzen.
Beide Schenkel müssen am Ende vollständig parallel laufen.
3.
Füttern Sie jetzt den Spalt zwischen Wand und Zarge in Höhe von Bändern
und Schließblech mit Montagekeilen oder Holzplättchen auf.
4.
Spreizen zwischen den Seitenteilen der Zarge einsetzen. Diese sollten
in Höhe der Bänder und des Schließbleches sitzen. Die lichten Abstände müssen
gleich sein.
5.
Schäumen Sie den aufrechten Spalt zwischen Wand und Zarge mit
Montageschaum, um den Türrahmen zu fixieren. Dabei die Menge des Schaumes
vorsichtig dosieren, da der Schaum noch expandiert.
Profi-Tipp
Bevor Sie den Montageschaum verwenden, prüfen Sie bitte, ob die zu verschäumenden Flächen an Wand und Zarge frei von Staub und Fett sind. Angrenzende Flächen abdecken damit diese nicht bei Kontakt mit austretendem Schaum verschmutzt werden.
Türzarge einbauen (2)
6.
Entfernen Sie den ausgehärteten Montageschaum mit einem Messer, indem
Sie diesen bündig abschnei- den. Danach können Sie auch die Spreiz- und
Schutzhölzer wieder entfernen.
7.
Sie können jetzt die fertig verleimte Zierbekleidung montieren: Geben
Sie nur wenig Leim in die Nut, wenn Sie später Kabel verlegen wollen. Schieben
Sie danach die lange Ausgleichsfeder der Bekleidung hinein und helfen Sie evtl.
mit einem Gummihammer nach.
8.
Wenn der Leim getrocknet ist, können Sie das Türblatt einhängen. Drehen
Sie die Bandoberteile im Türblatt ein oder aus und verstellen Sie somit die
Bandunterteile entsprechend, damit Sie den Falz genau ausrichten können.
9.
Schrauben Sie die Griffgarnitur an. Stechen Sie dafür die Schraublöcher
vor und befestigen Sie die Tür- schilder mit den gelieferten Schrau- ben. Ziehen
Sie die Schrauben nicht zu fest an. Prüfen Sie nach der Montage die Funktion von
Tür, Falle und Schloss.
Beschläge pflegen
Wenn Sie Tür und Zarge richtig pflegen, werden sie Ihnen lange und gute Dienste leisten. Eine regelmäßige Wartung vermeidet Metallabrieb und Fehlfunktionen. Prüfen Sie die beweglichen Beschlagteile des Türele- mentes, wie Riegelbänder und Schlossfalle, und fetten Sie sie ggf. nach. Das ist bei wartungsfreien Bändern, bei denen Metall auf Kunststoff läuft, nicht notwendig.
Einkaufsliste
Material
- Türblatt
- Zarge
- Türbeschlag mit Türgriff (ggf. Schließzylinder)
- Montageschaum
- Weißleim (falls nicht mitgeliefert)
- Fugenmaterial
- Holzplättchen
- 2 Arbeitsböcke mit großer Arbeitsplatte
und sauberer Unterlage für Vormontage der Zargen
Werkzeug
- Türspreizen
- Montagekeile oder Holzplättchen
- Wasserwaage
- Zollstock
- Gummihammer
- Universalmesser
- Inbusschlüssel
- (Kreuz- und) Schraubendreher
- Vorstecher
- Bohrmaschine
Unsere Arbeitsanleitungen haben wir mit größter Sorgfalt erstellt. Diese stellen allerdings nur den Standardfall dar. Auf Grund der örtlichen Gegebenheiten können sich jedoch Abweichungen ergeben. Daher ist eine Gewähr für die Vollständigkeit und Aktualität leider nicht möglich. Bitte beachten Sie zudem die Bedienungsanweisungen und/oder Verarbeitungshinweise des jeweiligen Herstellers.
