Parkett und Laminat verlegen
- Holzböden
- Bodenbeläge aus Holz
- Fertigparkett und Laminatboden
- Wissenswertes über Fertigparkett
- Verlegung vorbereiten
- Fertigparkett und Laminatboden schwimmend verlegen (1)
- Fertigparkett und Laminatboden schwimmend verlegen (2)
- Massivholz-Dielen auf Balken verlegen
- Einkaufsliste
Holzböden
Wenn
Sie sich den Traum vom Bodenbelag aus Holz erfüllen möchten, finden Sie bei uns
Massivholz-Dielen, Fertigparkett und Laminatboden. Für jede gewünschte Holzart
finden Sie Ihre Lösung! Alle Bodenarten können Sie einfach selbst verlegen. Die
meisten dieser Dielen haben ein modernes Verbindungssystem: Sie können sie an
ihren Längs- und Querkanten ineinander klicken. Fertig!
Unsere drei Holzboden-Arten haben ganz unterschiedliche Merkmale und Eigenschaften:
Massivholz-Dielen sind zwischen 15 und 25 Millimetern stark. Sie haben meist eine unbehandelte Oberfläche und sie sind mehrfach abschleifbar: Die oftmalige Renovierbarkeit ist nur eine Frage der Gesamtstärke.
Fertigparkett hingegen bekommen Sie in Stärken zwischen zehn und 14 Millimetern. Es wird komplett endbehandelt geliefert und ist daher pflegeleicht. Das Fertigparkett hat eine massive Holzoberfläche. Sie ist durch Abschleifen mehrmals renovierbar. Achten Sie darauf, dass die Nutzschicht des Parketts mindestens 2,5 mm beträgt. Tipp: Bodenbeläge mit Klicksystem können Sie wieder aufnehmen und bei einem Umzug ggf. mitnehmen.
Laminatboden hat eine Stärke zwischen sechs und zwölf Millimetern. Deshalb können Sie Laminat gut für die Renovierung alter Fußböden einsetzen. Je weniger der neue Boden aufträgt, desto weniger müssen Sie z.B. Türen anpassen.
Bodenbeläge aus Holz
Massivholz-Dielen (links) sind aus Massivholz. Sie haben Nut und Feder und werden auf einer Unterkonstruktion befestigt. Die Oberfläche gibt es unbehandelt, wahlweise auch behandelt.
Fertigparkett ist in der Regel mehrschichtig aufgebaut. Die oberste Schicht heißt Nutzschicht. Sie besteht aus edlen Hölzern wie Buche, Ahorn oder auch Eiche. Fertigparkett bekommen Sie entweder in leimloser Klickversion oder auch mit Nut und Feder zum Verleimen.
Laminatboden (rechts) bietet als Oberfläche die Nachbildung einer Holzart. Er gilt als sehr strapazierfähig und pflegeleicht. Laminat ist die preisgünstigste Variante unter den Holzböden.
Werkzeug
Winkel
Feinsäge
Hammer (mindestens 500 g)
Zollstock
Cuttermesser
Holz oder Kunststoff-Keile
Parkettleim
Zugeisen
Schlagklotz
Fertigparkett und Laminatboden
Unter Diele verstand man früher grundsätzlich ein massives Bodenbrett. Heute sagt der Name vor allem etwas über die Gestaltung der Oberfläche aus – aber relativ wenig über das, was darunter steckt: Dielen gibt es nämlich nicht nur als massive Holzdielen, sondern auch als Fertigparkett und Laminatboden. Ähnliches gilt z.B. auch für Schiffsboden-Parkett.
Bei Fertigparkett wird die Nutzschicht aus Edelholz z.B. zu einem landhaus- oder schiffsbodenartigen Muster zusammengesetzt. Landhaus-Dielen und Schiffsboden-Parkett unterscheiden sich also in der Deckschicht. Der Preisunterschied zwischen z.B. Landhaus-Dielen im Vergleich zu Schiffsboden ergibt sich vor allem aus der ausgesuchteren Nutzschicht.
Bei Laminatböden kommen Foto-Reproduktionen zum Einsatz, die die Holzmaserungen naturgetreu darstellen. Alternativ gibt es sogar Natur- stein- und Marmor-Nachbildungen sowie freie Dekore. Sie alle bestehen aus speziellen, mehrlagigen, bedruckten Papieren, die mit Melaminharz getränkt sind und unter Druck und Hitze auf eine Trägerplatte verpresst werden. Die meisten Laminate haben als Träger eine hochdichte Faser- platte (HDF). Ihr größter Vorteil ist ihre strapazierfähige Oberfläche. Sie ist sehr hart und beständig – sogar gegen Zigarettenglut. Allerdings sind Laminatböden nicht für Feucht-Räume geeignet, weil die Holzfasern unter ständigem Einfluss von Feuchtigkeit aufquellen würden.
Aufbau eines Laminatbodens
Ein Laminatboden besteht aus mehreren Schichten: einer abriebfesten Deckschicht, einem bedruckten Fotopapier, einer Trägerplatte aus HDF und einem Gegenzugpapier auf der Rückseite. Das verhindert, dass sich die Trägerplatte durch die obere Schicht verziehen kann.
Wissenswertes über Fertigparkett
Fertigparkett ist ein äußerst attraktiver Bodenbelag. Es sieht nicht nur natürlich aus, die Dielen sind durch ihren mehrschichtigen Aufbau auch sehr formstabil. Nut und Feder sind bei den meisten so vorbereitet, dass Sie die Dielen ganz leicht ineinander klicken können. Sie können Ihren neuen Holzboden sofort nach dem Verlegen begehen.
Fertigparkett wird mit einer perfekten Versiegelung geliefert. Ein wichtiger Unterschied z.B. gegenüber den Massivholz-Dielen, die es unbehandelt, auf Bestellung aber auch gewachst, geölt und lackiert gibt. Fertigparkett ist mehrschichtig aufgebaut. Dadurch heben sich die speziellen Eigen- schaften von Massivholz weitgehend auf, das schrumpft oder quillt, wenn sich die Luftfeuchtigkeit ändert. Ein weiterer wesentlicher Vorteil von Fertigparkett: Auch die Fugenbildung wird weitgehend verhindert. Fertigparkett bietet noch weitere Vorzüge: Es ist nicht nur leicht und zeitsparend zu verlegen, es ist auch wieder aufnehmbar.
Modernes Fertigparkett wird in der Regel aus drei Schichten aufgebaut, die kreuzweise miteinander verleimt sind. Zwischen Unter- und Deck- schicht, auch Nutzschicht genannt, liegt die Mittellage. Weil ihre Fasern in Querrichtung zu den äußeren Schichten liegen, werden die Kräfte des arbeitenden Holzes – ähnlich wie bei einer Sperrholz-Platte – ausgeglichen. Ein Verziehen ist praktisch nicht mehr möglich.
Verlegung vorbereiten
Messen Sie den Raum aus, um festzustellen, welche Menge Sie an ggf. Dampfbremse, Trittschall-Dämmung und Fertigparkett benötigen.
Wird Holzboden auf einem Estrich verlegt, benötigen Sie eine Dampfbrems-Folie aus Polyethylen (PE). Die Folienstöße mit Dichtband verkleben. Ziehen Sie die Folie an allen Wänden einige Zentimeter hoch. Auf die Folie legen Sie eine Trittschall-Dämmschicht aus PE-Schaum oder Naturfaser-Dämmplatten.
Wenn
der Unterboden aus Estrich besteht, verlegen Sie unbedingt eine PE-Folie. Sie
verhindert Schäden durch aufsteigende Feuchtigkeit.
Dielen auf Maß schneiden
Um
die Dielen an den Wänden in Längsrichtung gut einpassen zu können, sollten Sie
am besten eine stationäre Kreissäge einsetzen.
Bei
Querschnitten und Ausklinkungen, etwa für Heizungsrohre, nutzen Sie eine
Stichsäge, die mit einem breiten Sägeblatt versehen wird.
Lagerhölzer oder Altdielen als Untergrund
Massivholz-Dielen
verlegen Sie direkt auf Balken bzw. Lagerhölzern. Die Stärke der Dielen hängt
wesentlich vom Abstand der Balkenlager ab.
Fertigparkett
und Laminat verlegen Sie samt Trittschall-Dämmung auf dem Altboden. Alte Dielen
fest- schrauben, um ein Knarren zu verhindern.
Fertigparkett und Laminatboden schwimmend verlegen (1)
Bei einer schwimmenden Verlegung wird der Bodenbelag nicht fest mit dem Unterboden verbunden. Die Dielen bilden durch das Ver- klicken oder ggf. Verleimen eine große Platte, die auf dem Untergrund schwimmt. Eine solche Verlegeart bietet Ihnen einen Zusatznutzen: Der neue Bodenbelag federt ganz leicht und entlastet so die Gelenke seiner Nutzer.
In der Raumecke, in der die beiden längsten Wände zusammentreffen, wird in der Regel mit dem Verlegen begonnen. Die Verlegerichtung der Dielen sollten Sie möglichst parallel zum Lichteinfall wählen. Verlaufen die Wände nicht parallel, markieren Sie sich die entsprechende Raumachse auf dem Boden und verlegen den Boden dazu parallel. Achtung: Ob Sie an der Wand mit Nut- oder Federseite beginnen, liegt an der verwendeten Laminat- oder Parkettsorte. Das ist von Produkt zu Produkt unterschiedlich. Zur Wand müssen Sie einen Abstand von zehn bis 15 Millimetern einhalten. Den sichern Sie mit Distanzkeilen aus Holz oder Kunststoff. Das Reststück einer jeden Dielenreihe wird als Anfangsstück für die nächste Reihe verwendet, wenn es nicht kürzer als 40 Zentimeter ist, damit Sie genügend Dielenversatz erreichen.
1.
Die erste Diele verlegen Sie mit Nut oder Feder (je nach Produkt
unterschiedlich) zur Wand. Als Abstandshalter für diese Dehnungs- fuge setzen
Sie Holz- oder Kunststoff-Keile ein.
2.
Bei schiefen Wänden muss bereits die erste Diele angepasst werden. Mit
einem Bleistift und Hilfsklotz übertragen Sie den Wandverlauf auf die Diele. Ein
Bohrloch im Klotz sichert den Stift.
3.
Um die Länge für das Endstück einer Reihe anzuzeichnen, legen Sie die
Diele Feder an Feder an. Mit dem rechten Winkel übertragen Sie dann die Länge.
Die Wandfuge ziehen Sie dabei ab.
4.
Um die Endstücke fugenlos in die vorherigen Dielen einschieben zu können,
treiben Sie die beiden Dielen mit einem Zugeisen und Hammerschlägen ganz
vorsichtig ineinander.
Fertigparkett und Laminatboden schwimmend verlegen (2)
5.
Das Reststück der ersten Dielenreihe als erstes Stück der zweiten verwenden.
Damit der Boden stabil wird, achten Sie auf einen Fugenversatz von Reihe zu
Reihe von etwa 40 Zentimetern.
6.
Bei jedem neuen Dielenstück klopfen Sie die Fuge dicht. Dafür sollten Sie ein
Zulageholz mit Nut verwenden, damit die Feder nicht beschädigt wird. Ein Griff
erleichtert Ihnen die Arbeit.
7.
Die Breite der letzten Diele ermitteln Sie so: Legen Sie sie auf die vorige,
bereits verlegte Reihe und übertragen Sie den Wandabstand mit Bleistift und
Reststück. Dehnungs- fuge beachten!
8.
Bei den letzten Dielenreihen können Sie den Schlagklotz nicht mehr dazu
benutzen, die Fuge zu schließen. Deshalb kommen hier erneut das Zugeisen und der
Hammer zum Einsatz.
Pflegetipp
Für Fertigparkett- und Laminatböden gibt es unterschiedliche Pflege- mittel. Sie erzeugen jeweils einen dünnen Film auf den Oberflächen und schützen zugleich die Fugen. Nutzen Sie die Pflegemittel so etwa alle 14 Tage bis drei Wochen, bleibt Ihr Boden lange wie neu erhalten.
Profi-Tipp
Rechnen Sie beim Kauf etwa zehn Prozent Verschnitt und fünf Prozent Reserve hinzu. Reste aufheben, um ggf. später ein beschädigtes Dielenstück ersetzen zu können. Parkettleim wird heutzutage nur noch sehr selten verwendet. Benutzen Sie ihn keinesfalls bei vorbeschichtetem Parkett oder Laminat- er hat da keine Klebewirkung.
Massivholz-Dielen auf Balken verlegen
Empfehlenswert ist es, Massivholz-Dielen auf eine Unterkonstruktion zu nageln, weil die massiven Hölzer nicht schwimmend verlegt werden können. Als Unterkonstruktion bieten sich Balken oder Lagerhölzer an, die Sie im Estrich verdübeln.
Bevor Sie die Dielen verlegen, wird der Zwischenraum zwischen den Balken mit Dämmmaterial gefüllt. Prüfen Sie Abstand und Höhe bei alten Balkenlagen. Unterschiedliche Höhen lassen sich leicht ausgleichen: Schrauben oder nageln Sie Ausgleichsleisten direkt auf die Balken, die erhöht werden sollen. Die erste Dielenreihe wird mit der Feder zur Wand ausgerichtet. Damit die Nägel, mit denen Sie die Dielen auf den Balken befestigen, später unsichtbar sind, setzen Sie sie in der unteren Nutwange an und treiben sie mit einem Senker tief ein. Die Dielenoberfläche können Sie nach der Verlegung selbst ölen oder mit Parkettlack versiegeln. Achten Sie darauf, dass die Räumlichkeiten vor der Versiegelung gründlich gereinigt werden: Aufgewirbelte Staubpartikel könnten auf dem frisch versiegelten Boden zu Einschlüssen führen.
Massive
Dielen werden direkt auf Lagerhölzer geschraubt oder genagelt. Der Balkenabstand
hängt von der Stärke der Dielen ab. Zwischenräume werden mit Dämmstoff gefüllt.
Die
Nägel auf der unteren Nutwange ansetzen und vorsichtig schräg ins Lagerholz
eintreiben. Sie werden tief versenkt, damit die nächste Feder gut in die Nut
greifen kann.
Ausschnitte für Rohre herstellen
1.
Durchlässe für Heizungsrohre bohren Sie etwas größer als die Rohre
selbst. Das Randstück mit 45-Grad-Schrägschnitt über die Löcher herausschneiden,
Diele verlegen und mit den anderen verleimen.
2.
Danach auch das herausge- schnittene Passstück an Vorder- und
Seitenkanten mit Leim bestreichen und einsetzen. Durch den 45-Grad-Schrägschnitt
schließen sich die Fugen nahezu unsichtbar.
Einkaufsliste
Material
- Laminatboden oder Fertigparkett
- Massivholz-Dielen
- Abstandkeile; Berechnung der Anzahl: Wandlänge geteilt
- durch 80 Zentimeter (Maximalabstand der Keile)
- Fußleisten/Sockelleisten
- PE-Folie
- Erst- und Folgepflegemittel
- Tiefgrund/Haftbrücke
- Auftragsrolle
- Falls notwendig: Ausgleichsmasse
- Eimer und Rührgerät
- Glättekelle
- Trittschall-Dämmung aus PE-Schaum oder
- Naturfaser-Dämmplatten
Werkzeug
- Kapp- und Gehrungssäge/Handkreissäge
- Stichsäge
- Fäustel (500 g) und Gummihammer
- Schlagklotz/Zulageholz
- Cuttermesser
- Zugeisen
- Schlagbohrmaschine
Unsere Arbeitsanleitungen haben wir mit größter Sorgfalt erstellt. Diese stellen allerdings nur den Standardfall dar. Auf Grund der örtlichen Gegebenheiten können sich jedoch Abweichungen ergeben. Daher ist eine Gewähr für die Vollständigkeit und Aktualität leider nicht möglich. Bitte beachten Sie zudem die Bedienungsanweisungen und/oder Verarbeitungshinweise des jeweiligen Herstellers.
