Terrassendielen verlegen
- Terrassendielen
- Untergrund vorbereiten (1)
- Untergrund vorbereiten (2)
- Montage der Terrassendielen
- Abschlusskante und Geländer
- Alternativ: Unterkonstruktion mit Pfostenträgern
- Alternativ: Holzfliesen verlegen
- Einkaufsliste
Terrassendielen
Mit einer Terrasse aus Holzdielen oder -fliesen schaffen Sie einen ebenen Boden. Und darüber hinaus einen wohnlichen Bereich im Übergang zum Garten, auf dem Gartenstühle, -bänke, Bier- oder Kaffeetisch und Liegestühle stabil stehen.
Wenn Sie das Holz für Ihre neue Terrasse kaufen, achten Sie darauf, dass Dielen und Unterkonstruktion aus der gleichen Holzart sind oder zumindest ähnliche Eigenschaften haben. Wenn das Holz nämlich stark arbeitet, entstehen Spannungen, die von Material ähnlicher Güte aufgefangen werden. So vermeiden Sie, dass z.B. die Schrauben aus den Auflagern reißen.
Vermeiden Sie Staunässe – etwa an den Auflagepunkten der Hölzer. Aber auch bei der späteren Nutzung, z.B. unter Blumenkübeln oder Sonnenschirmständern. Legen Sie die Terrasse daher mit einem leichten Gefälle (immer weg vom Haus!) in Verlaufsrichtung der Dielennuten an. Dadurch fließt das Regenwasser leicht und schneller ab.
Profi-Tipp
Befestigen Sie jedes Brett mit zwei Edelstahlschrauben auf jedem Balken. Die Schraublöcher durch die Dielen sollten Sie vorbohren. Um eine Spaltung zu vermeiden, sollte der Abstand vom Bohrloch zum Dielenkopfende etwa 10 cm betragen. Schraubenlänge: das 2,5- bis 3-fache der Dielenstärke.
Untergrund vorbereiten (1)
1.
Mit Schotter oder Verlegesand schaffen Sie einen tragfesten und ebenen
Untergrund. Wässern und verdichten Sie ihn (Rüttler ausleihen).
2.
Ermitteln Sie nun die Terrassen- höhe und verlegen Sie das erste Rahmenholz an
der Hauswand. Die Dicke der Dielen berücksichtigen.
3.
Nach Ihrer Planung für die Terrassenfläche fixieren Sie die Eck- und Endpunkte
sowie das Gefälle (2% in Dielenrichtung!) mit einer Richtschnur.
Untergrund vorbereiten (2)
4.
Legen Sie (ausgehend vom ersten Rahmenholz) die Unterkonstruktions- hölzer im
Abstand von maximal 50 cm (Achsmaß) zueinander aus.
5.
Betonplatten oder Pflastersteine sind stabile Auflageflächen und schützen vor
Staunässe. Stöße der Unterkonstruktionshölzer sollten hier aufliegen.
6.
Liegen alle Unterkonstruktions- hölzer im richtigen Abstand, müssen Sie sie mit
einer langen Wasser- waage oder einer Richtscheit genau fluchten.
Montage der Terrassendielen
1.
Richten Sie die erste Diele sorgfältig parallel zur Hauswand und im rechten
Winkel zu den Unterkonstruktionshölzern aus. Dielen verschrauben.
2.
Für einen parallelen Dielenverlauf markieren Sie die Abstände (Nennbreite plus 8
mm) auf den Unterkonstruktionshölzern.
3.
Verschrauben Sie alle Dielen mit zwei Schrauben pro Auflage, um Verwerfungen bei
Hitze oder Feuchtigkeit zu verhindern.
Profi-Tipp
Verwenden Sie zur Befestigung der Terrassendielen nur Edelstahlschrauben. Verzinkte Schrauben verfärben durch Feuchteeinwirkung das umgebende Holz schwarz. Bei Edelstahlschrauben sollten Sie vor dem Schrauben vorbohren. Sie sind so spröde, dass Sie gerade bei den Harthölzern knacken können. An dieser Stelle können Sie dann keine weitere Schraube setzen, das Schraubbild wird sehr ungleichmäßig.
Abschlusskante und Geländer
Abschlusskante sägen
1.
Schneiden Sie die Bodenbretter mit der Handkreissäge bündig ab. Als Anschlag
verwenden Sie eine Diele, die Sie mit Zwingen fixieren.
2.
Verblenden Sie die fertige Terrasse im Sichtbereich mit passend zugesägten
Dielen, die Sie an den Unterkonstruktionshölzern verschrauben.
Geländer bauen
1.
Liegt die Terrasse an einem Abhang oder Gartenteich, brauchen Sie ein Geländer.
Pfosten ausrichten und an die Unterkonstruktionshölzer schrauben.
2.
Als Geländer passt beispielsweise gut ein Schiffstau. Saubere Bohr- löcher ohne
Ausrisse erzielen Sie mit einem 35-mm-Forstnerbohrer.
3.
Für die Pfostenausschnitte übertragen Sie die Position auf die Diele, schneiden
das markierte Stück aus und passen das Abschlussstück ein.
Detaillösung
Aussparungen
zuerst auf die Diele aufzeichnen (fertigen Sie eine Schablone), dann die
Konturen mit der Stichsäge ausschneiden.
Alternativ: Unterkonstruktion mit Pfostenträgern
Nicht jede Fläche ist eben genug für die Verlegung einer Holzterrasse auf Gehwegplatten. Die Alternative heißt Pfostenträger: Lassen Sie diese in ein Betonfundament ein, haben Sie die Möglichkeit, Unebenheiten im Untergrund bis zu etwa 10 cm stabil auszugleichen. Haben Sie das Grundgerüst mit den Pfostenträgern verlegt, müssen Sie allerdings zwei Tage warten, bis der Beton ausgehärtet ist. Auf die Längshölzer montieren Sie mit Schlüsselschrauben Querhölzer der gleichen Dimension (6/10 cm). Diese Konstruktion wird dann mit den Dielen beplankt.
1.
Montieren Sie verzinkte Pfostenträger in gleichen Abständen (max. 100 cm) an die
Längshölzer. Zum Befestigen nehmen Sie verzinkte Holzschrauben.
2.
Legen Sie nun die Längshölzer von der Hauswand parallel zueinander aus. Abstand
untereinander: 100 cm. Markieren Sie die Fundamentpunkte.
3.
Für die Betonfundamente müssen Sie pro Träger ein etwa 30 cm breites und 60 cm
tiefes Loch ausheben. Ein Lochspaten leistet dabei gute Dienste.
4.
Füllen Sie die ausgehobenen Löcher randvoll mit Estrichbeton aus unserer
Baustoffabteilung, den Sie mit Wasser in der Schubkarre anmischen.
5.
Die erdfeuchte Betonmischung verdichten und die Pfostenträger in die mit Beton
gefüllten Löcher einsetzen. Hölzer mit 2% Gefälle ausrichten und mit Keilen
fixieren.
Alternativ: Holzfliesen verlegen
1.
Auch moderne Holzfliesen brauchen einen tragfähigen Untergrund, hier
ist eine alte Plattenterrasse ideal. Gehalten werden die Fliesen von einem
umlaufenden Rahmen aus Bodenhölzern. Dieser Rahmen darf nicht auf den
Steinplatten aufliegen, sonst kann das Wasser darunter nicht mehr ablaufen.
Legen Sie den Rahmen auf Auflagehölzer.
2.
Bauen Sie einen Holzrahmen aus breiten Dielen. Legen Sie die Auflageleisten der
Fliesen immer in Gefällerichtung der alten Steinplatten!
3.
Verschrauben Sie die Holzfliesen und Rahmenhölzer an den Stößen. Damit die
Edelstahlschrauben dabei nicht abknacken, bohren Sie sie vor.
Gestaltungstipp:
Verlegen Sie die quadratischen Holzfliesen mal längs, mal quer. Sie kommen auf
diese Weise zu abwechslungsreichen Mustern.
Profi-Tipp
Beim Bau einer Terrasse können Sie sich viel Arbeit sparen, indem Sie fertige Holzelemente kaufen. Eingefasst in Rahmenhölzer können Sie sogar Muster verlegen, was mit langen Dielen nicht möglich wäre. Große Flächen lassen sich dadurch gliedern. Als Material sollten Sie zumindest druckimprägniertes Kiefernholz wählen. Wetterfester sind Lärche oder tropische Hölzer, die unbehandelt verlegt werden, da sie einen natürlichen Fäulnisschutz haben.
Einkaufsliste
Material
- Terrassendielen aus Hartholz
- Konstruktionsholz (oft im System mit den Dielen)
- Gehwegplatten oder Pflastersteine
- Edelstahlschrauben
- Schotter und/oder Verlegesand
- Stampfer
- Pfostenträger
- Estrichbeton-Fertigmischung
- Verzinkte Schrauben für Pfostenträger
Werkzeug
- Leistungsstarke Bohrmaschine
- Akkuschrauber mit passenden Bits
- Bandmaß & Bleistift
- Kapp- und Gehrungssäge
- Wasserwaage
- Richtlatte (mindestens 2 m lang)
- Maurerschnur
- Stichsäge
- Schubkarre
- Ratschensatz
- Forstnerbohrer
- Lochspaten
- Schaufel
Unsere Arbeitsanleitungen haben wir mit größter Sorgfalt erstellt. Diese stellen allerdings nur den Standardfall dar. Auf Grund der örtlichen Gegebenheiten können sich jedoch Abweichungen ergeben. Daher ist eine Gewähr für die Vollständigkeit und Aktualität leider nicht möglich. Bitte beachten Sie zudem die Bedienungsanweisungen und/oder Verarbeitungshinweise des jeweiligen Herstellers.
