Zäune aufbauen
- Zäune
- Zaunfeld-Variationen
- Zaunfeld aufstellen
- Gartentor selbst bauen
- Latten selbst gestalten
- Holzschutz und Gestaltung
- Pfosten einbetonieren
- Pfosten einschlagen
- Maschendrahtzaun setzen (1)
- Maschendrahtzaun setzen (2)
- Einkaufsliste
Zäune
Zäune aufbauen
Zäune
haben verschiedene Funktionen: Sie dienen als Begrenzung des Grundstücks und
auch der Sicherheit. Sie werden heute oft als gestalterisches Element gesehen:
Der Übergang zum Sichtschutz ist fließend. Holz ist als Baumaterial für Zäune
und Sichtschutz sehr beliebt. Vor allem in Form von Zaunfeldern. Metallzäune
hingegen dienen als Gitter- oder Maschendrahtzaun eher klassisch der
Abgrenzung.
Wenn Sie einen Zaun oder einen Sichtschutz bauen wollen, müssen Sie sich für Material und Bauweise entscheiden. Zaunfelder und Pfosten sollten aus witterungsbeständigem Holz bestehen. Die Lärche ist eine sehr haltbare heimische Holzart. Natürliche Inhaltsstoffe machen sie weitgehend resistent gegen Fäulnis und Insektenbefall. Leichte, preiswerte Nadelhölzer müssen durch Anstrich oder Hochdruckimprägnierung gegen Witterungseinflüsse grundsätzlich geschützt werden.
Zaunfelder gibt es in verschiedenen Größen, Formen und Mustern. Durch Kombinationen unterschiedlicher Elemente bieten sie Ihnen viele Möglichkeiten, gestalterische Akzente im Garten zu setzen. Ob Sichtschutz oder Windschutz, das entscheiden Sie durch die Wahl der geeigneten Elementart. Es gibt offene Holzgeflechte, halbdichte Gitter oder geschlossene Flächen. Die einzelnen Zaunfelder haben Standardmaße. Türen und Toranlagen sowie diverses Zubehör, runden das vielfältige Programm ab. Auch den traditionellen Lattenzaun gibt es heute als fertigen Systembausatz mit Tür und Tor.
Zaunfeld-Variationen
Wollen
Sie feste Hindernisse umgehen oder auch einen Ausgleich der Zaunlänge schaffen,
bieten sich dekorative Lösungen wie etwa Nischen an.
Wenn
Sie die Zaunfelder von beiden Seiten ansetzen, ergibt sich die Länge des
Ausgleichsfeldes gewissermaßen ganz von selbst.
Schräg
gestellte Elemente bestimmen die Position der Pfosten. Die L-Beschläge biegen
Sie entsprechend der Schräge mit Hilfe eines Schraubstocks.
Zaunfeld aufstellen
1. Bevor
Sie die Pfosten setzen, reißen Sie die Position der L-Beschläge an. Holz
vorbohren und dann die Beschläge bündig eindrehen.
2. Die
Pfostenabstände ergeben sich aus der Länge der Zaunfelder. Um die Pfostenlöcher
auszuheben, ist ein Bodenbohrer ideal.
3. Richten
Sie den Pfosten im Loch aus. Mit groben Sand und etwa zehn Prozent Zement
verfüllen. Mit einer Latte verdichten. Die Erdfeuchte reicht aus, um das Gemisch
abbinden zu lassen.
4. Eingegrabene
Pfosten haben eine Lebensdauer von maximal 6-8 Jahren.
5. Wenn
Sie die Zaunfelder montieren, achten Sie auf gleiche Höhe. Dabei hilft eine
Maurerschnur, die waagerecht zwischen den äußeren Pfosten fixiert wird.
6. Verwenden
Sie für die Beschläge am besten Edelstahlschrauben. Setzen die Felder schräg an,
biegen Sie die L-Beschläge zuvor im Schraubstock.
Gartentor selbst bauen
Wollen Sie ein Gartentor selbst gestalten oder einen alten Zaun durch ein neues Tor ergänzen, ist individuelle Fertigung gefragt.Als Baumaterial verwenden Sie Konstruktionshölzer.
Ein Gartentor selbst zu bauen ist nicht allzu schwer. Sie brauchen witterungsbeständiges Holz und die passenden Beschläge. Der Rest ist Tischlerarbeit: Latten verbinden, das Tor aussteifen, damit es sich nicht verzieht, Beschläge montieren, ggf. neue Pfosten setzen, einhängen.
1.
Setzen Sie eine Diagonale zwischen die beiden Torriegel. Damit
verteilen Sie das Gewicht des Tor- flügels mehr auf die Scharnierseite.
2. Beschläge
und Schrauben für das Gartentor sollten durch Gelb- chromatierung oder
Verzinkung korrosionsgeschützt sein. Ideal ist Edelstahl.
3. Überplattungen
sorgen für Stabilität. Sägen Sie beide Holz- leisten auf halbe Materialdicke
ein. Überstand mit Stechbeitel ausheben.
4. Die
Beschläge und durch- gehenden Schlossschrauben, am Querträger des Torflügels
befestigt, sorgen für stabilen Halt der Konstruktion.
5. Ein
Überwurfriegel hält das Tor verschlossen. Bei niedriger Torhöhe setzen Sie das
Riegelelement auf die Innenseite des Tores.
Latten selbst gestalten
Latten selbst bauen
Mit
einfachen Mitteln können Sie aus schlichten Konstruktionshölzern oder Pfosten
individuelle und dekorative Lattenzäune gestalten.
Durch
Anspitzen oder Anschrägen stellen Sie nicht nur dekorative Zaunelemente her,
sondern tragen zum konstruktiven Holzschutz bei.
Holz schützen
Wenn Sie länger was von Ihrem Holzzaun haben wollen, müssen Sie ihm gelegentlich einen neuen Schutzanstrich gönnen.Anstrichmittel gibt es in Holztönen, in Buntfarben oder als Lasuren mit unterschiedlichen Schutzwirkungen. Vor einem Renovierungsanstrich sollten Sie die Reste des Altanstrichs entfernen. Setzen Sie einen Hochdruckreiniger ein, arbeiten Sie per Hand mit Ziehklinge und Schleifpapier oder mit geeigneten Schleifgeräten.
Hölzer,
die nicht druckimprägniert sind oder über keinen natürlichen Schutz verfügen,
brauchen von Zeit zu Zeit einen neuen Schutzanstrich.
Holzschutz und Gestaltung
Wenn Sie einen Lattenzaun selbst bauen, achten Sie darauf, dass das Regenwasser vom Pfostenkopf direkt abfließen kann. Auf einem waagerechten Schnitt steht das Wasser und dringt ins Stirnholz ein. Das würde dann wesentlich schneller verrotten.
Profi-Tipp
Wollen Sie Ihren Zaun farbig gestalten oder mit einem Wetterschutzanstrich versehen, tragen Sie die Farbe vor dem Zusammenbau der Holzteile und Beschläge auf. Damit ist die Fläche auch hinter den Beschlägen und Kontaktstellen der Holzteile geschlossen und geschützt. Durch Austrocknen und Schwinden des Holzes entstehende Fugen bleiben unsichtbar und die Schutzschicht geschlossen.
Pfosten einbetonieren
Die höchste Standsicherheit für Pfosten erreichen Sie, indem Sie sie auf Pfostenträgern direkt einbetonieren.
Setzen Sie den Estrichbeton (Baustoffabteilung) mit Wasser etwa erdfeucht an. Sie können die Mischung direkt in das Erdloch geben oder mit einer verlorenen Schalung (etwa ein Eimer mit abgeschnittenem Boden) arbeiten. Pfostenträger direkt in den frischen Beton einsetzen, ausrichten und abstützen.
1. Mindestens
80 cm tief sollten Sie das Loch für das Fundament graben, damit es im Winter
frostsicher steht. Eine Lochgröße von etwa 30 x 30 cm reicht aus.
2. Sogenannte
H-Anker haben längere Schenkel, an denen der Pfosten verbolzt wird. Der Pfosten
steht stabiler. H-Anker stellen Sie in den frischen Beton und richten sie
lotrecht aus.
3. Bis
zum endgültigen Abbinden des Zements nach drei bis vier Tagen stützen Sie die
ausgerichteten Pfosten durch Streben (Bretter) ab.
Pfosten einschlagen
Bodenhülsen machen das Aufstellen von Pfosten ohne Sand und Zement möglich. Voraussetzung hierfür ist ein geeigneter Boden.
Schlagen Sie eine Eisenstange ins Erdreich, um zu prüfen, ob sich Einschlag-Bodenhülsen problemlos eintreiben lassen. Ist es an der richtigen Stelle, verwenden Sie das entstandene Loch als Führung für die Einschlaghülse. Als Alternative können Sie auch Erddübel einsetzen, die eingedreht werden.
1. Bodeneinschlaghülsen
gibt es in unterschiedlichen Längen bis 80 cm und mit verschiedenen Pfosten-
aufnahmen und mit und ohne Abdeckkragen.
2. Schützen
Sie die Pfostenaufnahme der Hülse durch die mitgelieferte Einschlaghilfe.
Treiben Sie die Metallmanschette bündig bis zum Erdreich ein.
3. Mit
Maschinenschrauben fixieren Sie den Pfosten in der Aufnahme. Beim Vorbohren der
Schraublöcher richten Sie den Pfosten endgültig aus.
Maschendrahtzaun setzen (1)
Der Maschendrahtzaun ist eine praktische Grundstücksbegrenzung. Sie können ihn leicht und schnell selbst setzen.
Pfostensysteme sowie reichhaltiges Zubehör machen das Aufstellen dieses Zaunes besonders einfach. Ein Spannband sorgt für gleichmäßige Pfostenhöhen. Elemente, die bereits bei der Herstellung pulverbeschichtet wurden, müssen nicht gesondert gestrichen werden. Maschendrahtzäune sind noch immer sehr beliebt, da sie preiswert und leicht zu pflegen sind. Wer gleichzeitig einen Sichtschutz haben möchte, kann am Zaun entlang Rankpflanzen wie Efeu, Kapuzinerkresse oder wilden Wein anbringen. Sie sehen nicht nur schön aus, sondern sind zugleich funktional.
1. Heben
Sie ca. 30 x 30 cm große Fundamentlöcher. Die genaue Tiefe hängt von der
Pfostenhöhe ab, frostsicher ist das Fundamentloch ab 80 cm Tiefe. Alternativ
können Sie einen Erdlochbohrer verwenden. Das spart Zeit und Beton.
2. Der
Pfosten wird mit Hilfe einer Wasserwaage im Loch lotrecht ausgerichtet und dann
mit Blitzzement vergossen.
3. Höher
belastet sind End- und Eckpfosten. Sie werden mit zusätzlichen Streben
abgestützt. Pfosten und Strebe werden miteinander verschraubt.
4. In
die letzte Maschenreihe des Zaungeflechts schieben Sie eine sogenannte
Spannstange. Über sie können Sie den Zaun leichter an den Pfosten heranziehen
und dort fixieren.
Maschendrahtzaun setzen (2)
5. Am
Endpfosten befestigen Sie die drei Drahtspanndrähte, oben (siehe Bild), in der
Mitte und unten. Das Pfostenrohr mit dem Draht eng umwickeln.
6. Jeder
Spanndraht wird für das Einsetzen des Spanners etwa 30 cm vom Pfosten entfernt
unterbrochen. Befestigen Sie den Draht durch Umwickeln.
7. Mit
einem Maulschlüssel drehen Sie die Achse eines jeden Spanners. Sie wickeln damit
den Draht langsam auf, bis er auf ganzer Länge auf Spannung fixiert ist.
8. Den
Maschendraht haken Sie über Klammern an den zuvor gespannten Spanndrähten Masche
für Masche ein. Praktisch ist hier die Drahtbefestigungszange aus unserem
Sortiment.
Einkaufsliste
Material
- Pfosten und Zaunfelder
- L-Beschläge und Torscharniere und Riegel
- Lattenzaunpfosten & Pfostenträger
- Lattenzaunfelder
- Betonsockel und Blitzzement
- Zement und Sand
- Einschlaghilfe
- Hilfslatten und ggf. Zaunlatten
- Systempfosten
- Spanndraht und Drahtspanner
- Maschengeflecht
Werkzeug
- Anschlagwinkel
- Handsäge und Lochsäge
- Bohrmaschine oder Akkuschrauber & Bohrer
- Lochspaten
- Wasserwaage
- Maurerkelle
- Vorschlaghammer
- Stechbeitel
- Schraubenschlüssel
- Schraubendreher
- Kappsäge und Bohrständer
- Klemmzwingen
Unsere Arbeitsanleitungen haben wir mit größter Sorgfalt erstellt. Diese stellen allerdings nur den Standardfall dar. Auf Grund der örtlichen Gegebenheiten können sich jedoch Abweichungen ergeben. Daher ist eine Gewähr für die Vollständigkeit und Aktualität leider nicht möglich. Bitte beachten Sie zudem die Bedienungsanweisungen und/oder Verarbeitungshinweise des jeweiligen Herstellers.
